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Framework FLOW3 - Installation und Einrichtung

23. Dezember 2008

Derzeit bieten die Entwickler noch keine fertigen Packages zum Download an.
Das hat einen recht simplen Hintergrund. FLOW3 ist eine Baustelle, es wird täglich an den Files gearbeitet.
Funktionalitäten sind mitunter nur teilweise oder noch gar nicht vorhanden.

Unter diesen Bedingungen würden zum Download bereitgestellte Packages mit Sicherheit eine Menge User auf den Plan rufen, die Probleme melden wollen, die längst bekannt sind bzw. zu späteren Zeitpunkten behandelt werden.

In dieser Phase können Probleme noch nicht supportet werden, Dokumentationen sind noch nicht vollständig, Tutorials fehlen. Punkte die den potentiellen Anwender verärgern und ihm zu früh die Freude am Produkt nehmen könnten.

Daten auschecken

Für den Entwickler steht allerdings ein Subversion Repository zur Verfügung, über das die Sourcen ausgecheckt werden können:

https://svn.typo3.org/FLOW3/Distribution/trunk/

Wer über den Browser ins Repository schaut wird feststellen, dass etliche Verzeichnisse leer sind. Spätestens beim Auschecken mit SVN wird man aber feststellen, dass etliche externe Ressourcen geladen werden. Die Entwickler nutzen die Möglichkeit, über svn:externals ihre Daten so zu verwalten, dass die Quellen nicht mehrfach gehalten werden und so ein hoher Synchronisations-Aufwand verursacht würde.

Subversion Client einrichten

Wer sich noch nicht mit SVN beschäftigt hat, dm empfehle ich diese Seite zu studieren:

http://tortoisesvn.net

…mit einer sehr ausführlichen Dokumentation zu TortoiseSVN unter:

http://tortoisesvn.net/docs/release/TortoiseSVN_de

TortoiseSVN ist als freies Open-Source Programm ein wirklich nützliches Tool für das Subversion Versionskontrollsystem unter Windows.

Linux-User könne sich ziemlich simpel eine SVN-Client installieren, z.B. unter Debian:
apt-get install subversion

Danach ein Verzeichnis anlegen:
shell# mkdir /var/www/flow3

…und die Daten aushecken:
shell# checkout https://svn.typo3.org/FLOW3/Distribution/trunk /var/www/flow3

Windows-User installieren sich Tortoise, legen sich ein Verzeichnis flow3 in ihrem Web-Root Verzeichnis an und klicken mit der rechten Mousetaste auf das Verzeichnis. Im Kontextmenü erscheint ‘SVN auschecken’ und im folgenden Eingabeformular wird die Quelladresse eingetragen. Die Zieladresse des neuen Ordners wurde direkt übernommen.

Hinweis: Möglicherweise können Firewalleinstellungen Probleme beim Übertragen der Daten verursachen. Kontrollieren Sie gegebenenfalls noch einmal Ihre Firewallkonfiguration.

Anmerkung: Ich gehe davon aus, dass Sie bereits eine Entwicklungsumgebung mit Webserver und Datenbank
eingerichtet haben, auch wenn die Datenbank für die ersten Schritte noch nicht notwendig ist.
Falls Sie das noch nicht erledigt haben, finden Sie auf der Seite von XAMPP und im Tutorial
PHP 5.3 alpha unter XAMPP den Weg dort hin.

Keine Konfiguration notwendig

Und das war es im Grunde auch schon fast. Linux User müssen noch den Public-Ordner im Verzeichnis /flow3 auf schreibbar setzen und dann kann auch schon getestet werden.
Es ist keine weitere Konfiguration notwendig, das Package läuft direkt so, wie es herunter geladen wurde.

Zum Testen einfach die URL des flow3-Ordners über das HTTP-Protokoll aufrufen:

http://localhost/flow3/Public

Wenn Sie nun das Eingangsbild ‘Welcome to Flow3!’ und weiteren Text sehen, haben Sie alles richtig gemacht!

FLOW3 Framework Default Startbildschim

FLOW3 Framework Default Startbildschim

Falls Sie wie im Tutorial PHP 5.3 alpha unter XAMPP beschrieben, einen virtuellen Host eingerichtet haben, nutzen Sie alternativ diese Adresse:

http://flow3local

Mehr Sicherheit

Für die Entwicklungsumgebung ist diese Einrichtung völlig ausreichend. Für ein Produktivsystem sollten Sie Verzeichnis so anlegen, dass es außerhalb des Web-Root Verzeichnisses liegt. Nur das Public-Verzeichnis sollte dann noch im Web-Root Verzeichnisse auftauchen und dieses Verzeichnis beinhaltet lediglich die ausführbare Index-Datei.

So erreichen Sie ein Höchstmaß an Sicherheit. Es sind so keine Sourcen aus dem Web durch direkte Aufrufe erreichbar und selbst wenn das Framework Flow3 schon von der Scriptingqualität auf höchsten Sicherheitsniveau agiert, bringt Ihnen das ‘Auslagern’ der Sourcen noch einmal den letzten Kick an Sicherheit.

Für diese Einrichtung müssen Sie allerdings Ihr Rewrite-Modul im Apache Webserver korrekt konfiguriert haben. Die htaccess-Datei, die die rewrite-Rules definiert liegt bereits im Public-Ordner. (ISS Nutzer, das Modul ISAP_rewrite)

Falls nichts geht, nicht verzweifeln - prüfen Sie noch einmal folgende Punkte:

  • Falls möglich, richten Sie das DocRoot-Verzeichnis des Webservers direkt auf das “Public”-Verzeichnis von FLOW3 ein. Da Sie sicher noch weitere Projekte verwalten, benutzen Sie dafür virtuelle Hosts dafür. Das ist nicht zwingend notwendig für die Funktion von FLOW3, erspart Ihnen mitunter allerdings Tippfehler und liefert einfach eine schönere und kurze URL und sorgt im Live-System für ein sicheres Framework.
  • Stellen Sie sicher, dass Ihr Webserver auf die Verzeichnisse “Public” und “Data” Schreibrechte hat. Unter Linux weisen Sie dem Webserver die Verzeichnisse z.B.: über den User www-data zu.
  • Stellen Sie sicher, dass der Webserver die Schreibrechte hat, in den temporären Ordner zu schreiben, der in der php.ini angegeben ist.
  • Für das korrekte routen der URL’s ist ein eingeschaltetes rewrite-Modul nötig. Wenn das nicht der Fall ist, erhalten Sie 404-Fehlermeldungen beim Aufruf der Adressen. Prüfen Sie die Einstellungen der Zeile AllowOverride FileInfo in der httpd.conf des Webservers.
    Prüfen Sie ebenfalls, ob die htaccess-Datei im Verzeichnis “Public” vorhanden ist und der Webserver Leserechte auf diese Datei hat.
  • Eine gute Idee ist es, den Cache im Problemfall zu leeren. Löschen Sie dazu alle Dateien in den Verzeichnissen “Public/Resources/*.*” and “Data/Temporary/*.*” und rufen Sie dann die URL noch einmal auf.
  • Benutzen Sie für den Aufruf die Developer-Startdatei index_dev.php. Die URL könnte dafür folgendermaßen aussehen:
    http://<yourURL>/index_dev.php/<yourModul>
  • Schauen Sie sich die Logdatei des Webserver an. in Windows kann Ihnen die Ereignisanzeige unter Systemsteuerung->Verwaltung->Ereignisanzeige ebenfalls mitunter recht gute Hinweise auf das Problem liefern.
  • Checken Sie die aktuellen Daten der letzten SVN-Revision aus. Mir ist es auch schon passiert, nach ewiger Fehlersuche dass das Problem in den drei Tage alten Daten lag. Nach einem Update lief alles fehlerfrei.
  • Und zum Schluss kann das Problem natürlich auch noch in Ihrer System- oder Webserverkonfiguration liegen. Wenn Sie also partout nicht zu einem Ergebnis kommen, prüfen Sie noch einmal genau Ihre Einstellungen der System- und Entwicklungsumgebung.

Jetzt ist alles soweit eingerichtet. Wie es weitergeht, erfahren Sie in den nächsten Tutorials.

cooper

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